Wie bereits 2015 angekündigt, stellt Valve, das von der HTC Vive genutzte Tracking System „Lighthouse, kostenlos anderen Entwicklern und Firmen zur Verfügung.
Einziger Wermutstropfen: Ein 2975 Dollar teurer Lehrgang in Seattle!

 

SteamVR Lighthouse Technologie

Die von Valve Entwickelte Tracking-Technologie „Lighthouse“ funktioniert mittels Infrarot Lasern.
Eine Basisstation, meist an Decke oder Wand befestigt, sendet Laserstrahlen aus, die von Sensoren auf Gegenständen erkannt werden. Bei der HTC Vive sind z.B 37 Sensoren auf dem Headset und 32 Sensoren auf den Controllern angebracht.
Nun errechnet der Computer die zeitliche Differenz zwischen dem Auftreffen der Laserstrahlen auf den Sensoren. So wird die exakte Position des Geräts erkannt.
Bei der HTC Vive sind zwei Basisstationen enthalten, um ein 360° Tracking zu garantieren.

Das zur Verfügung stellen der Lizenz ermöglicht nun anderen Firmen wie z.B. Hardware Herstellern eigene Headsets und Controller zu entwickeln, welche dann vom Lighthouse System erkannt werden.
So können nun Beispielsweise nachgebaute Waffen, Sportgeräte etc. mit den nötigen Sensoren bestückt werden, und als Controller verkauft werden.
Valve gibt eine maximale Anzahl von 32 Sensoren pro Objekt an.

Potentielle Nutzer der Technik müssen Dank Valves System nun kein eigenes Tracking System entwickeln, oder für viel Geld eine Lizenz erwerben.

Schlaflos in Seattle

Komplett kostenfrei ist das Ganze nicht. Eine ca. viertägige Schulung bei Synapse in Seattle ist nötig.
Dafür wird aber garantiert, dass jeder Kunde die Möglichkeiten des Systems voll ausschöpfen kann, und alle geltenden Bestimmungen einhält. So sind Veränderungen an den Basisstationen untersagt
Mit leeren Händen muss man die Heimreise aber nicht antreten.

So erhält jeder Teilnehmer nützliche Lighthouse Komponenten um direkt die Arbeit an Ersten Prototypen aufnehmen zu können:

– 2 HTC Vive Basisstationen
– Ein modulares Referenzobjekt für den  Prototyp
– EVM Leiterplatten zum Erstellen des Trackbaren Objekts
– 40 individuelle Sensoren zum Anbringen auf den Objekten
– Software zur perfekten Einstellung der Basisstationen
– Kalibrierungssoftware für den Prototyp
– Blaupausen und Schemata für alle elektronischen Komponenten
– Designvorlagen für die Objekte und Zubehör

Die knapp 3000$ sind unserer Meinung nach gut investiert, da nach erfolgreichem abschließen des
Workshops keinerlei Lizenzkosten mehr anfallen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Wir würden uns zum Beispiel über einen schicken Billard Kö für Poolnation VR freuen, oder einen Eispickel für das neue Everest VR.

Quelle: Valve, Synapse