Der taiwanesische Bildschirmhersteller AOC verkündet, dass Ende des Jahres ihre eigens entwickelte VR-Brille mit dem Namen „PC VR“ auf den Markt kommt.

 

Die technischen Daten sind auf den ersten Blick vielversprechend und scheinen mit dem derzeit führenden Produkten mithalten zu können. Vorallem preislich soll die „PC VR“ mit einem Kaufpreis von ca. 400 Euro attraktiv werden, und so mit den weitaus kostenaufwändigeren Produkten wie HTC Vive und Oculus Rift konkurrieren können.

Technische Ähnlichkeiten

Mit einem 2 x 3,81 Zoll, OLED erscheint die „PC VR“ mit einem etwas größeren Display als die „Oculus Rift“ mit 2 x 3,54 Zoll, OLED und die „HTC Vive“ mit 2 x 3,61 Zoll, OLED.
Wie bei der „HTC Vive“ ist auch bei der „PC VR“ eine Fresnel-Linse verbaut. Diese sollen ein horizontales Sehen von 110 Grad ermöglichen, wohingegen bei der „Oculus Rift“ Fresnel-Konvex-Hybrid-Linsen installiert sind, welche lediglich 90 Grad FOV aufweisen.

Angegeben wird eine Auflösung von 2.160 x 1.200 und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz welche bei allen drei Produkten identisch ist.
Über das Gewicht, wobei die „Oculus Rift“ mit ihren 472 Gramm hierbei bisher der stärkste Konkurrent darstellt, wurden noch keine Angaben gemacht.

Ähnlich der „HTC Vive“ hat auch die „PC VR“ eine kleine Frontkamera. Diese ist jedoch lediglich mit 640 x 480 Pixeln ausgestattet und kommt somit nicht ganz an die „HTC Vive“ (720p) heran.
Um für ein besseres Feeling beim Gameplay zu sorgen wird die „PC VR“ von AOC mit klappbaren Kopfhörern ausgestattet.

Trackingsensoren

Externe Infrarotkameras sind nicht geplant da Interne Sensoren in dem VR-Headset ein gutes Tracking gewährleisten sollen. Die somit verbundene Trackingqualität wird sich also erst in ein paar Tests beweisen müssen.
Auf weitere Informationen hierzu werden wir noch etwas warten müssen, da AOC hierzu vorerst keine weiteren Angaben macht.

Schnittstellen

Mit jeweils einem HDMI-1.4 und einem USB-3.0 Anschluss soll Ton und Bild übertragen werden. Die Steam-VR kompatible Brille soll desweiteren mit einem USB-2.0 Anschluss für einen Controller ausgestattet werden.
Es werden jedoch lediglich Steam-VR-Anwendungen unterstützt welche keine Tracking-Controller voraussetzen.

 

Fazit

Wir hatten leider noch nicht die Möglichkeit das VR-Headset zu testen und sind ganz besonders auf die Verarbeitung und die Bildqualität gespannt.
Grundsätzlich lassen uns die Komponenten aber auf ein hochwertiges Gerät hoffen.
Ob die „PC VR“, mit ihrem eingeschränkten Spieleangebot, jedoch eine kostengünstige Alternative zu einer „Oculus Rift“ oder einer „HTC Vive“ sein wird, bleibt abzuwarten.
Fest steht, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann der Markt im unteren und mittleren Preissegment von verschiedensten Anbietern umkämpft wird.

 

Quellen: AOC; Heise