Intel steckt mitten in der Entwicklung zukünftige VR-Modelle mithilfe eigener Technik wireless zu halten.
Um einen Gesamteindruck bekommen zu können, haben wir für euch einmal die ersten Eindrücke vom „Kabellosen-Traum“ zusammen gefasst.

Kabel oder nicht Kabel? Das ist hier die Frage!

Die Debatte über störende Kabel gibt es schon seit Gamer gedenken

Schon beim „normalen“ Gaming kam diese scheinbar niemals endende Diskussion immer wieder auf.
Doch mit den VR-Headsets mit denen man sich im Raum bewegt und auch noch das zusätzliche Gewicht auf dem Kopf getragen werden muss, ist der Wunsch nach Alternativen wie Wireless-VR-Brillen größer geworden.

Rein technisch ist dies bereits  alles möglich, unschwer am  Produktmarkt für PC´s zu erkennen. Hierbei lässt sich eine gewisse verlangsamte Übertragungsgeschwindigkeit jedoch meist verkraften.
Diese ist allerdings ein Abstrich den man zur Zeit bei VR-Brillen in Kauf nehmen müsste und das überaus ungern.So war zumindest der bisherige Stand. Damit verbunden wäre ein verschlechtertes Tracking und eine daraus resultierende verlangsamte Bildübertragung.

Einige technische Daten waren einem Artikel von Tomshardware.com zu entnehmen.

Der Readktionskollege hatte die Möglichkeit eine, für Versuchszwecke, umgebaute Version der Oculus Rift DK2 zu testen. Diese wurde mit einem bereits bestehenden WiGig Adapter (Intel Wireless Gigabit Sink w13100) ausgestattet.
Dieser wurde für die Versuchsreihe von Intel mit einer weiteren Antenne modifiziert und provisorisch auf der Brille angebracht.

Für die Zukunft ist eine Kombination aus den bisher notdürftig zusammengebastelten Teilen aus WiGig Adapter und einer Wireless Gigabit Antenne in Planung, welche dann im Headset integriert sein sollen.

Noch weist die Testversion eine Übertragungsdauer von 14ms auf, welche aber laut Intel auf unter 10ms verbessert werden soll. Die WiGig Version läuft mit 60Ghz und benötigt einen WiGig kompatiblen Pc bei dem das hierfür notwendige Modul installiert sein muss.

Das Tracking schien laut TomsHardware noch nicht ideal, für eine Testversion aber vorerst akzeptabel

Mit den bereits erwähnten 14ms und den angestrebten 10ms ist Intel mit ihrer Technik bereits recht weit voraus.
Um Virtual-Reality-Anwendungen jedoch wirklich optimal nutzen zu können, reicht eine reine Übertragungsdauer von 10ms nicht aus.
Dies hat mit der menschlichen Wahrnehmung zu tun, diese benötigt etwa 20ms für den gesamten Prozess um ein flüssiges und nicht verzögertes Bild wahrnehmen zu können.
Eine 50 prozentige Beanspruchung dieser Zeit wäre somit also schlichtweg zu lang.

In Zukunft ist mit größeren Datenmengen und mit höheren Anforderungen der VR-Systeme zu rechnen.

Auch wenn Intel angibt, dass sie mit der Entwicklung schon recht weit fortgeschritten seien und mit dem WiGig-Produkten die zukünftigen Ansprüche bedienen können, bleibt doch wohl vorerst „Das Kabel“ noch das Maß der Dinge im Virtual-Reality-Bereich.

Quellen: Tomshardware; Heise