Oculus Quest

64GB: 449€ / 128GB: 549€
8.9

Wertung

8.9/10

Gut

  • Immer und überall einsatzbereit
  • Tadelloses Tracking
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Große Softwareauswahl
  • Cross-Play mit anderen Platformen

Nicht gut

  • Blechern klingende Lautsprecher
  • Tragegurt sehr frontlastig

Die Oculus Quest schafft dass, was andere VR Hardware vor ihr nicht konnten.  Für ab 450 Euro bietet sie ein komplettes VR-Erlebnis ohne teuren Rechner, lästige Kabel und Sensoren zum tracken der Controller.  Raum- und Handtracking funktionieren komplett autark. Wir klären Vor- und Nachteile des ganzen. 

Virtual Reality Brillen gibt es ja mittlerweile viele. Wo sich Oculus Rift, HTC Vive, Samsung Odyssey und Pimax die Klinke in die Hand geben und ähnliche Produkte auf den Markt bringen, mit kleineren Unterschieden in Verarbeitung, Auflösung, Linsen, Sichtfeld und Co. wagt Facebook mit der Quest den Einstieg in den mobilen Gaming-Sektor und macht dabei fast alles richtig.

Während die im letzten Jahr erschienene Oculus Go für Medienkonsum ausgelegt war, zeigt Facebook in diesem Jahr dass auch ganz ohne protzigen Rechner Virtual Reality Gaming Fans voll auf ihre Kosten kommen können.

Befeuert mit einem relativ Leistungsstarken Snapdragon 835 schafft es die Quest über 2-3 Stunden wunderschöne Landschaften in die VR-Brille zu zaubern.
Und dass nicht nur vorm heimischen Rechner, sondern überall dort wo man gerade Lust hat.
Klar schafft es der fast 2 Jahre alte Snapdragon 835 keine Grafik-Enthusiasten zu beeindrucken,er  liefert auch keine Spitzenbilder wie die stationären Geräte. Doch dafür hat man immer und überall die Möglichkeit mal kurz, oder auch etwas länger in der virtuellen Realität Zeit zu verbringen.

Die Forderung nach einer Version mit aktuellen Mobil-Prozessoren lässt sich durchaus nachvollziehen, doch Facebook versucht hier im Massenmarkt Fuß zu fassen und das geht nun mal nur mit einigen Abstrichen in Sachen Hardware.
Die Entwickler schaffen es hier aus diesem älteren Chip das Beste rauszuholen. So muss sich ein Moss und diverse andere Spiele nicht vor den Titeln der Performance Headsets verstecken.

Nintendo ist mit Switch/Wii/DS ja auch nicht für bombastische Next-Gen-Grafik bekannt. Doch mit Liebe zum Detail, einem relativ günstigen Preis und tollen Titeln gehören die Konsolen nicht umsonst zu den beliebtesten und am meist verkauften.

Neben dem wegfallen des Kabelsalats schafft die Quest den durchbruch im mobilen VR-Gaming Bereich durch sein tracking ohne externe Sensoren.

Möglich gemacht wird dass, durch vier in die Quest eingebaute Kameras. Diese ersetzen die von der Rift bekannten Sensoren und erfassen nicht nur die Umgebung, sondern werden auch dazu genutzt die Position der beiden mitgelieferten Handcontroller zu erfassen.
Obwohl wir anfangs skeptisch waren, funktioniert das sogenannte „Inside-Out“-Tracking wirklich hervorragend.

Alle Bewegungen innerhalb des Sichtfelds der Kameras wurden tadellos getrackt.
Hierzu hat Oculus den Sensorring auf die Oberseite der Controller verfrachtet, für Rift Nutzer anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da man immer denkt man hät die Controller falsch.

Alle Controller Bewegungen ausserhalb des Sichtfelds werden durch in die Controller intigrierte Gyrosensoren verfolgt.

Die Quest nutzt ein OLED Display, wie auch aktuelle Smartphones. Mit einer Auflösung von 1440×1600 ist die Auflösung im Vergleich zur „alten“ Rift etwas gestiegen. Das Field-of-View wirkt etwas größer als bei Rift und HTC Vive.

Statt Kopfhörern bietet die Quest kleine build-in Lautsprecher, welche ein durchschnittliches Bild abgeben. Für den Casual Abend vollkommen ausreichend, sollte bei Spielen wie Beat Saber per Klinkenbuchse auf Kopfhörer zurückgegriffen werden.

Im Oculus Store stehen zurzeit (04.06.2019) 62 Titel zur Auswahl. Davon ein dutzend Apps wie Youtube VR, Netflix, Media Player und Tilt Brush, aber auch  social Dienste wie VRchat und Bigscreen sind vertreten. 

Spieletechnisch gibt es wirklich nichts zu meckern. 
Die von Rift und Vive bekannten Titel wie Beat Saber, Robo Recall, Space Pirate Trainer, Superhot VR, Job Simulator sind natürlich vertreten, wie aber auch einige tolle exklusivtitel. 
Hier hat uns speziell das wunderbar-chaotische Sport Scramble und Vader Immortal überzeugt.