Virtuelle Realität ist die nächste Dimension im Gaming. Unabhängig davon, ob Sie eine eigenständige VR-Brille suchen oder eine Brille, die an Ihren PC, Ihr Smartphone oder Ihre Konsole angeschlossen werden kann, im Folgenden finden Sie die besten Virtual-Reality-Brillen und -Plattformen aufgelistet und beschrieben. So können Sie herausfinden, welche für Sie geeignet ist. Zuvor behandelt der Artikel noch virtuelle Realität allgemein, wie sich die Welle an VR-Brillen und Herstellern entwickelt und wie allgemeine Unterschiede aussehen können.

VR ist eine faszinierende Art zu reisen, bei der nur die Kraft der Technologie zum Einsatz kommt. Mit einer VR-Brille und Motion Tracking können Sie sich in einem virtuellen Raum umsehen, als wären Sie tatsächlich dort. Die virtuelle Realität ist bereits seit Jahrzehnten eine vielversprechende Technologie, hatte sich bisher aber noch nicht ganz durchgesetzt. Das ändert sich nun fortlaufend mit der aktuellen Welle von VR-Produkten. Zumal die größten Namen der Branche beginnen, ihre Brillen zu verfeinern und zu optimieren.

Kleine Marktübersicht

Oculus bietet das größte Spektrum an VR-Brillen für die verschiedenen Anwendungsszenarien. Mit Rift, der neuen Rift S, Go und Quest ist Facebook gut aufgestellt.

HTC setzt auf die Vive, Vive Pro mit besserer Hardware und erweitert sein Portfolio in den kommenden Monaten um die Mobile Variante, die HTC Vive Focus.

Sony brachte 2016 VR auf die Konsolen und feiert mit über 4 Millionen verkauften Headsets der PSVR große Erfolge.

Samsung hat seine VR Pläne vorerst auf Eis gelegt. Die früher stark umworbene Gear VR spielt heute kaum noch eine Rolle.

Google Daydream scheint auch nicht den erwarteten Erfolg zu haben. Auf Google’s  I/O Konferenz war Daydream kein Thema und die neuen Pixel Smartphones unterstützen das hauseigene Headset auch nicht.

Nun ist aber Nintendo ist mit dem Labo VR Kit für die Nintendo Switch ins Spiel gekommen. Hier können vor allem heranwachsende und experimentierfreudige ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

In der Zwischenzeit schleichen sich Microsoft’s Windows 10 Mixed-Reality-Plattform und eine Vielzahl von Hardware-Herstellern wie Pimax, die an VR/AR arbeiten, langsam mit ihrer eigenen Plattformen auf den Markt. Hinzu kommen die neuen eigenständigen VR-Brillen wie die Oculus Go und Quest , die Lenovo Mirage Solo und die kommende HTC Vive Focus.

Was für Arten von Brillen gibt es und was brauche ich? 

Zuerst einmal sollten Sie sich überlegen, welche Art von virtueller Realität Sie nutzen möchten.
Moderne VR-Brillen lassen sich in zwei große Kategorien einteilen: Mobil oder mit Kabel. Mobile Brillen sind in der Regel Schalen mit Linsen, in die Sie Ihr Smartphone einsetzen. Die Linsen teilen den Bildschirm in zwei Bilder für Ihre Augen und verwandeln Ihr Smartphone in ein VR-Gerät. Mobile Brillen wie die Samsung Gear VR und die Google Daydream View sind relativ günstig. Da die gesamte Verarbeitung auf Ihrem Handy erfolgt, müssen Sie keine Kabel an die Brille anschließen.

Smartphone mobile VR-Brillen

Mit mobilen Smartphone VR-Brillen können Sie sich allerdings nicht auf eine genaue Positionsbestimmung verlassen. Die meisten verwenden die Bewegungsverfolgung mit drei Freiheitsgraden (3DOF). Dies bedeutet, dass sie der Blickrichtung sehr genau folgen können, aber nicht erkennen können, ob Sie sich vorwärts, rückwärts, aufwärts, abwärts, nach links oder rechts bewegen. Um Ihre Position genau zu verfolgen, benötigen Sie eine Brille mit einer Bewegungsverfolgung mit sechs Freiheitsgraden (6DOF).
Die gerade erschienene Oculus Quest bietet dank inside-out tracking genau dies. Über nach außen gerichtete Kameras werden die Controller erkannt und man kann sich frei im Raum bewegen.

Kabelgebundene VR-Brillen

Kabelgebundene Brillen wie zum Beispiel die Oculus Rift, Rift S, die HTC Vive, Pimax VR oder PSVR sind physisch mit PCs oder einer Konsole verbunden. Das Kabel macht sie etwas unhandlich, aber wenn Sie die gesamte Videoverarbeitung in einer Box unterbringen, die Sie nicht direkt an Ihr Gesicht schnallen müssen, kann Ihre VR-Erfahrung viel komplexer sein. Die Verwendung eines dedizierten Displays in der Brille anstelle Ihres Smartphones, sowie integrierter Bewegungssensoren und eines externen Kamera-Trackers verbessern sowohl die Bildtreue als auch die Kopfverfolgung erheblich.

Der Kompromiss ist neben den klobigen Kabeln der Preis. Die günstigsten Brillen mit Kabel liegen derzeit meist bei rund 400 Euro. Und dass, bevor Sie über Hardware nachdenken. Sowohl die Rift als auch die Vive benötigen ziemlich leistungsstarke PCs, während die Playstation VR eine PlayStation 4 benötigt.

Eigenständige VR-Brillen

Eigenständige VR-Brillen sind sehr neu und bieten eine praktische Alternative zu Brillen mit Smartphone oder Kabeln, da für den Betrieb keine zusätzliche Hardware erforderlich ist. Grundsätzlich handelt es sich zum Beispiel um mobile VR-Brillen mit integrierter Smartphone Hardware . Die Lenovo Mirage Solo basiert auf Google Daydream und verwendet eine Snapdragon 835-CPU. Die Oculus Go verwendet einen Snapdragon 821-Prozessor. Sie können bei diesen Brillen eine ähnliche Leistung erwarten wie bei Daydream View oder Gear VR.  Außerdem können Sie diese auch verwenden, wenn Sie kein Smartphone der neueren Generation in der Tasche haben.

HTC Vive Focus, Lenovo Mirage Solo und Oculus Quest bieten durch das 6DoF Tracking die Möglichkeit sich frei im Raum zu bewegen. Mit Hilfe der eingebauten Kameras wird ein ähnlich präzises Tracking wie bei Kabelgebundenen Headsets erzielt.

Im bald erscheinenden 2. Teil unseres VR Checks geben wir euch eine ausführliche Übersicht über die erhältlichen VR-Headsets samt Kaufempfehlung